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11.03.2020 - Gesundheitsministerium richtet Krisenstab »Corona« ein

Das Gesundheitsministerium hat einen Krisenstab eingerichtet, um schnell und koordiniert die für die Eindämmung des Coronavirus nötigen Maßnahmen auslösen zu können.

Im Gesundheitsministerium wird dafür das ohnehin bereits täglich tagende Gremium um Vertreter anderer Ministerien erweitert. Den Vorsitz hat Gesundheitsministerin Petra Köpping übernommen bzw. in ihrer Vertretung Staatssekretär Uwe Gaul. Je nach Bedarf werden Vertreter von Ärzteschaft, Krankenhäusern, Apothekern, Landkreisen und Städten dazugeladen. »Wir haben eine steigende Zahl an Infektionsfällen mit dem Coronavirus in Sachsen. Am Wochenende erfolgte die Ansteckung mit dem Virus erstmals in Sachsen von Mensch zu Mensch. Die Lage ist ernst. Deshalb wird das ohnehin seit zwei Wochen täglich tagende Gremium zum Krisenstab ernannt«, erklärt Gesundheitsministerin Petra Köpping. Sie ergänzt: »Wir sind mit der stetigen Zunahme der Fallzahlen in den letzten Tagen an einem Punkt angekommen, schnell entscheiden zu müssen, wie die Corona-Epidemie verlangsamt und eingedämmt werden kann.« Das Kabinett beschloss gleichfalls eine personelle Unterstützung des Gesundheitsministeriums mit zehn Stellen aus anderen Häusern. Zudem wurde das Sozialministerium ermächtigt, unabhängig von bestehenden Zuständigkeiten, die zentrale Beschaffung von erforderlicher Schutzausrüstung für medizinisches Personal im Freistaat Sachsen vorzunehmen. Zwar hat auch die Bundesregierung zentral für alle Länder eine Ausschreibung für die Beschaffung von Schutzkleidung gestartet. Sie wird aber nicht den Bedarf decken können. »Wir bemühen uns zudem separat, auch kleine lokale Hersteller einzubeziehen, die bei einer Ausschreibung des Bundes nicht zum Zuge kommen würden“, betonte die Ministerin. Zum Verhalten bei Veranstaltungen mit vielen Besuchern empfiehlt die Gesundheitsministerin: »Ich appelliere an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. Bitte überlegen Sie gut, welche Veranstaltungen Sie momentan tatsächlich besuchen wollen und müssen, oder auf welchen Besuch – Theater, Kino, Dorffest - Sie verzichten können. Veranstaltungen, die von internationalen Gästen besonders aus Corona-Risikogebieten besucht werden, sollten abgesagt werden oder ohne Besucher stattfinden. Gleiches gilt für Veranstaltungen, Kultur- oder Sportereignisse, zu denen Besucher aus Bundesländern wir Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern erwartet werden, da es dort bereits sehr viele Erkrankungsfälle gibt. Eine Absage ist für mich keine Frage der Besucher- und Zuschauerzahl, sondern der Herkunft der Gäste. Veranstaltungen in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen sollten gut abgewogen werden, um nicht wichtige Akteure der Gesundheitsversorgung oder besonders gefährdete Bewohner oder Patienten ggf. anzustecken.« Alle Informationen über das Coronavirus hier: https://www.sms.sachsen.de/coronavirus.html.

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